Seit dem 3. Dezember ist es für Sie leichter, im Netz an Schnäppchen zu kommen. Dass Sie barrierefrei aus dem Ausland bestellen können, haben Sie der in Europa geltenden Geoblocking-Verordnung zu verdanken. Was es mit dem Geoblocking genau auf sich hat und was sich im Detail für Sie ändert, erfahren Sie hier!

Oft kann es sich finanziell richtig lohnen, wenn Sie online etwas mehr Zeit in den Vergleich von Preisen stecken und über die eigenen Landesgrenzen hinaus schauen. Viele Waren können Sie in anderen Ländern viel günstiger einkaufen. So zum Beispiel in den USA oder China, wo Sie trotz Kosten durch Zölle noch sparen können. In der EU gibt es jedoch häufig virtuelle Einschränkungen beim Online-Shopping — Geoblocking genannt. Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema Geoblocking und der neuen Verordnung!

Was passiert beim Geoblocking beim Online-Shopping?

Geoblocking bedeutet eine unterschiedliche Behandlung von Kunden je nach Herkunft. Ihnen wird als Online-Shopper in Deutschland eine Webseite aus Frankreich automatisch anders angezeigt, als einer dort ansässigen Person. Oder eben umgekehrt: ein deutscher Online-Shop präsentiert einem Nutzer, der aus Frankreich auf die Webseite zugreift, ein anderes Angebot als Ihnen.

Warum wird Geoblocking eingesetzt?

Online-Händler nutzen aus mehreren Gründen unterschiedliche Webseiten für verschiedene Länder. So unterscheiden sie sich logischerweise durch die angezeigte Sprache aber auch durch die Preise, die angebotenen Zahlungsarten oder die Lieferbedingungen. Ein häufiger Grund für den Einsatz von Geoblocking ist also die Möglichkeit zur Preisdiskriminierung. Aber auch ohne das Geoblocking könnten Sie dem Phänomen des dynamischen Preismanagements (Dynamic Pricing) begegnen. Faktoren wie der Zeitpunkt der Bestellung oder die Tageszeit können theoretisch den angezeigten Preis beeinflussen.

Oft liegt der Grund für Geoblocking aber auch bei urheberrechtlich geschützten Inhalten wie zum Beispiel E-Books, Computerspielen, Filmen oder Musik. Der Hinweis „Dieser Inhalt ist in Ihrem Land nicht verfügbar“ ist Ihnen vielleicht bekannt, wenn Sie im Urlaub Dienste wie Netflix oder YouTube nutzen wollten. Für vorübergehende Aufenthalte im Ausland wurde das Geoblocking von Inhalten aus kostenpflichtigen Abos seit April beendet.

Wie funktioniert Geoblocking?

Woher weiß der Online-Händler eigentlich, aus welchem Land man auf seinen Online-Shop zugreift? Ganz einfach: Ihre IP-Adresse verrät Sie. Jeder PC verfügt über ein eigenes Internetprotokoll (IP) und sobald Sie auf Inhalte zugreifen, wird dies dem angefragten Server übermittelt. Aber auch Ihre genutzte Zahlungsmethode, wie die Angabe Ihrer Kreditkarte, kann auf Ihr Herkunftsland hindeuten.

Das gilt seit der neuen Verordnung für Geoblocking in der EU:

Die neue Verordnung zur Einschränkung des Geoblockings im Online-Handel soll mehr Fairness für Sie als Online-Shopper schaffen. Ob online nun Kleidung verkauft wird oder Dienstleistungen wie Autovermietungen angeboten werden: Jeder Kunde soll EU-weit in jedem Shop zu denselben Bedingungen einkaufen und bezahlen können. Sie profitieren von einem größeren Sortiment und besseren Verfügbarkeiten, denn wird ein Produkt in einem anderen Land früher auf den Markt gebracht als in Deutschland, könnten Sie es nun trotzdem bestellen.

Auch der Zugang zu günstigeren elektronischen Leistungen wie bei Cloud-Diensten oder Webhosting ist nun einfacher für Sie. Ob Sie also auf eine für Ihr Land angepasste Webseite weitergeleitet werden wollen oder nicht, müssen Sie von nun an erst gefragt werden und einwilligen.

Was Ihnen nicht angeboten werden muss, ist die Lieferung ins EU-Ausland. Ihnen steht aber frei, sich selbst um den Transport zu kümmern oder die Bestellung selbst abzuholen. Das Prinzip des Geoblockings gilt immer noch für Online-Shops, die das Streaming oder den Download von urheberrechtlich geschützten Inhalten anbieten. Ebenso sind Finanz- und Verkehrsdienstleistungen von neuen Verordnung ausgenommen. Der Verkauf von Flugtickets oder Bahnfahrkarten bleibt also wie gehabt. Die Ausnahmen werden jedoch im Jahr 2020 erneut verhandelt.

Unser Tipp: Achten Sie EU-weit auf das Trusted Shops Gütesiegel!

Mit dem Trusted Shops Gütesiegel sind Sie auch im EU-Ausland auf der sicheren Seite. Viele Fake-Shops locken mit günstigen Preisen und gefälschten Bewertungen. Sie erscheinen immer authentischer und führen daher auch routinierte Verbraucher hinters Licht. Damit Ihnen ein Betrug erspart bleibt, weisen wir mit dem Trusted Shops Gütesiegel sichere und kundenfreundliche Online-Shops mit echten Bewertungen aus. Über 20.000 sichere Online-Shops aus der EU finden Sie in unserer Shopsuche und das Trusted Shops Browser Plugin zeigt Ihnen sogar unsere sicheren Shops direkt in den Suchergebnissen bei Google an.